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Nach dem gescheiterten Versuch, auf einer Pachtfläche nahe der ostäthiopischen Stadt Harar in grossem Massstab und langfristig Rizinus für die Gewinnung von Pflanzentreibstoff anzubauen, reisst die Pechsträhne der FloraEcoPower Holding AG (FEP) mit Sitz in Gilching bei München nicht ab: Das Unternehmen, das sich mittlerweile in Acazis umbenannt hat, gilt als zweitgrösster Börsenverlierer des Jahres 2009.
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Während die Windenergie in zahlreichen Ländern der Erde an Bedeutung gewinnt, kommt Afrika auf diesem Sektor nach Einschätzung von Eduardo Gonzalez vom Weltwindenergierat (GWEC) die Rolle des Schlusslichts zu. Wie Gonzalez, gleichzeitig Firmensprecher des spanischen Energieerzeugers Iberdrola, vor kurzem weiter ausführte, sind fehlende wirtschaftliche Anreize und unzureichende Regulierungssysteme in den afrikanischen Ländern dafür verantwortlich, dass den Staaten mehrere Milliarden US-Dollar an Einnahmen entgehen werden.
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Afrika könnte sich aus eigenen Kräften ernähren, wäre die Nahrungsmittelproduktion ein halbes Jahrhundert nach der Unabhängigkeit nicht nach wie vor auf westliche Bedürfnisse ausgerichtet.
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Angola setzt die Biodieselherstellung auf gesetzliche Grundlagen.
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Während die internationale Nachfrage nach Energie wieder ansteigt, richten viele afrikanische Länder verstärkt den Blick auf Treibstoffe, die aus Pflanzen gewonnen werden. Rund 30 Staaten südlich der Sahara betreiben augenblicklich verstärkt die Herstellung von Pflanzensprit. Dies geht aus einer Meldung des Afrikanischen Verbandes der Biotreibstoffhersteller (AAPB) hervor.
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Im Norden von Ghana an der Atlantikküste haben ausländische Konzerne beachtliche Landflächen für den Anbau von Sprit liefernden Pflanzen erworben. Nichtstaatliche Organisationen verfolgen das zunehmende „Land grabbing" mit wachsender Unruhe. Sie befürchten Nachteile für die Einheimischen. Wie hoch in Ghana der Landverbrauch für den Abau von Biospritpflanzen ist, lässt sich jedoch nur schwerlich in Zahlen fassen. Zudem ist die Stimmung im Lande nicht generell gegen die Herstellung von Pflanzentreibstoff.
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Die Erfahrungen in Mocambique mit der Energiepflanze Jatropha sind ernüchternd. Nicht eine der Versprechungen der Propagandisten hat sich erfüllt. Stattdessen gefährdet die Purgiernuss die heute schon prekäre Ernährungssicherung vor allem in ländlichen Gebieten. Die Mehrheit der Bevölkerung Mocambiques lebt auf Kleinbauernhöfen. Die ganze Familie trägt zur Existenzsicherung bei.
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Verdrängung der Nahrungsmittel-Produktion, Umweltschäden und Vertreibungen: Der im grossen Stil anlaufende Anbau von Energiepflanzen in Ghana erfüllt laut einer Studie von Action Aid Ghana und FoodSPAN die schlimmsten Befürchtungen.
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Ohne sich gross gegen eventuelle Risiken abzusichern, haben mittlerweile etwa 30 afrikanische Länder die Herstellung von Pflanzentreibstoff aufgenommen. Das masslose Wettrennen um diese alternative Energiequelle hat jedoch auch die zahlreiche Kritiker auf die Barrikaden getrieben. Sie befürchten, dass die Produktion von Pflanzensprit auf Kosten der Nahrungsmittelpflanzen geht.
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Reis für Saudi-Arabien, Weizen für Indien, Agrotreibstoffe für China und Europa: Der Ausverkauf fruchtbarer afrikanischer Böden zur Ernährung- und Energiesicherung von Staaten in aller Welt nimmt immer erschreckendere Ausmasse an.
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Zuwenig Nahrung und Mangelernährung bestimmt das tägliche Leben der Bewohner des Nordens Sierra Leones. Ausgerechnet dort plant die Regierung die überwiegend für den Export vorgesehene Herstellung von Ethanol. Der Pflanzentreibstoffsektor soll offenbar zum Zugpferd der Landwirtschaft werden.
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GEM Biofuels, einer der grössten Agrotreibstoffproduzenten der Welt, liefert erstmals Agrodiesel aus Madagaskar - gewonnen aus Jatropha-Pflanzen.
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Das Delta des Tana-Stromes in Kenya zählt zu den bedeutendsten Vogelparadiesen Afrikas. Nun will die Regierung das Gebiet für die Lebensmittel- und Agrotreibstoffproduktion erschliessen. Zehntausende Menschen sollen umgesiedelt werden.
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Obwohl in Entwicklungsländern immer grössere Mengen an Rohstoff gefördert werden, hat der Lebensstandard der dortigen Bevölkerung beständig abgenommen. Die weltweit angelegte Initiative EITI nährt die Hoffnung auf mehr Steuertransparenz.
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Hügel, Hügel und nochmals Hügel, soweit das Auge reicht. Das ist Ruanda. Auf jeder Erhebung des zentralruandischen Berglandes thront ein Gehöft, umgeben von Ackerflächen mit Süsskartoffeln, Mais, Bohnen und Hirse. Kulturland ist knapp in diesem ostafrikanischen Kleinstaat, mit acht Millionen Einwohnern flächenmässig etwa um ein Drittel kleiner als die Schweiz.
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Agrotreibstoffproduzenten behaupten oft, dass angeblich unfruchtbares Land wenigstens für die Anpflanzung von Jatropha genutzt werden kann. Im Norden von Togo (Westafrika) zeigt eine Bildungsfarm, dass auch auf diesen Kulturflächen sehr wohl Nahrungsmittelpflanzen gedeihen.
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Weil Cashewnüsse zu wenig Gewinn bringen, sollen die Bauern jetzt auf ihren Kulturflächen neben Nahrungsmittelpflanzen wie Reis Jatropha anbauen. Kritiker warnen davor, dass der neue Hoffnungsträger in eine weitere fatale Abhängigkeit führt.
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Frieden herrscht in dem südostafrikanischen Riesenland erst seit 2002. Obwohl die Herstellung von Agrostreibstoff und die dazu nötige Landnutzung gesetzlich noch nicht geregelt sind, hat die Regierung in Luanda dem Sektor vor kurzem grünes Licht erteilt.
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Obwohl der südostafrikanische Flächenstaat Tansania nach wie vor keine Agrotreibstoff-Strategie und entsprechende Gesetze zur Steuerung dieses Sektors besitzt, will die Regierung jetzt keine Zeit mehr verlieren. Laut Bericht einer Umweltorganisation sollen demnach Initiativen zur Förderung der Agrotreibstoffherstellung beschleunigt werden. Dabei werden Farmer, deren fruchbares Gelände benötigt wird, das Nachsehen haben.
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Internationale Konzerne finden zunehmend Gefallen an dem fast 950 000 Quadratkilometer grossen ostafrikanischen Land Tansania. Sie beabsichtigen, dort Gelände für die Herstellung von Agrosprit zu pachten. Mittlerweile sind bereits die Regionen Arusha, Daressalam, Coast, Tanga und Mbeya im Visier dieser Unternehmen.
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Die Schweizer Plattform Agrotreibstoffe, ein Zusammenschluss mehrerer Organisationen, belegt in einer Studie, dass Jatropha Nahrungsmittel verdrängt. Wie die Entwicklungsorganisation Swissaid mitteilt, wurde die Untersuchung in Mosambik durchgeführt.
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Noch in diesem Jahr werden sich die Kapverdischen Inseln ein internationales Zentrum für die wissenschaftliche Forschung und Entwicklung von Technologien auf der Basis von Agrotreibstoffen zulegen. Auf die Gründung eines „Centro de Investigação de Energias Verdes“ haben sich im Sommer die Regierung und das chinesische Unternehmen Geocapital – Investimentos Estratégicos verständigt.
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Das südwestafrikanische Land Nambia will ebenfalls in die Biotreibstoff-Herstellung einsteigen und sich dabei vor allem auf die Rizinus-Pflanze konzentrieren.
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Ein Konsortium aus der niederländischen TNT-Gruppe und verschiedenen afrikanischen Investoren möchte noch in diesem Jahr aus Jatropha Treibstoff produzieren.
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