Wir können 12 Milliarden Menschen ernähren
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- Von Thomas Veser
Jean Ziegler war von 2000 bis 2008 der erste Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen (UN) für das Recht auf Nahrung. Bis heute kämpft der 78-jährige emeritierte Soziologieprofessor für eine Welt ohne Hunger – unter anderem im Beratungsausschuss des UN-Menschenrechtsrats, dessen stellvertretender Vorsitzender er ist.
Sie sind bekannt für Ihre starke Wortwahl. In Ihrem neuen Buch sprechen Sie von der »Massenvernichtung in der Dritten Welt« und prangern an: »Wir lassen sie verhungern.« Ist das nicht übertrieben?
Ziegler: Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren, mehr als eine Milliarde Menschen sind permanent schwerstens unterernährt. Dabei könnten die globalen Erträge der Landwirtschaft problemlos zwölf Milliarden Menschen ernähren – fast das Doppelte der Weltbevölkerung. Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.

Ungerechte Verteilung der Nahrungsmittel
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- Von Arnold Martin
Weltweit werden laut Weltagrarbericht derzeit 2,3 Milliarden Tonnen Getreide geerntet. Nur 47 Prozent dienen der Nahrungsmittelproduktion. Der Rest wird für Tierfutter und industrielle Zwecke, wie Agrotreibstoffe verwendet. Das gleichzeitig eine Milliarde Menschen hungern ist ein Skandal. Doch es könnte schlimmer kommen.
Drohende Lebensmittelknappheit
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- Von Christian Lauk
Das vom Österreichischen Klima- und Energiefonds (KLIEN) geförderte Forschungsprojekt "Save our Surface" untersucht vor dem Hintergrund zunehmender Landnutzungskonflikte die Voraussetzungen und Folgen vermehrter Biomassenutzung zur Produktion von Energie und nachwachsenden Rohstoffen. Aus dem ersten Teilbericht des Projektes geht klar hervor, dass deshalb die Nahrungsmittelpreise langfristig deutlich steigen werden.















