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Umweltzerstörungen durch den Anbau von Agrotreibstoff-Pflanzen sind auch aus Deutschland zu vermelden. Der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) untersuche in einem Forschungsprojekt vier Bundesländer und die Auswirkungen der Förderung von Agrotreibstoffen auf die Landflächen.
Dabei kommt der DVL zum Schluss, dass alleine in den vier Bundesländern zwischen 2005 und 2007 mehr als 60 Quadratkilometer Moorboden von Grünland in Ackerland umgewandelt wurde. Der verstärkte Druck auf Grünflächen ist die Konsequenz aus der Energiepolitik der letzten Jahre. Wie die Stiftung „Rettet den Regenwald“ berichtet setzt beispielsweise das Bundesland Baden-Württemberg in seinem neuen Förderprogramm für Bioenergiedörfer auf moderne Technologie. Das Land fördert Kommunen, die Energie vom Acker gewinnen wollen mit der Übernahme von 20 Prozent der Anlagekosten. Ziel ist die Förderung einer CO2-armen Energiegewinnung. Doch mit der Nutzung der Kohlenstoff speichernden Moorböden, die für die Artenvielfalt so wichtig sind, wird das Gegenteil erreicht. Die absurde Zerstörung von Kohlenstoffspeichern zur Gewinnung von Agrotreibstoffen ist demnach nicht nur ein Problem im fernen Indonesien, in Afrika oder Südamerika, sondern wird auch in Europa betrieben. Es sind deshalb dringend Nachbesserungen bei den gesetzlichen Regelungen nötig. Eindeutig Position gegen die Tendenz zu immer mehr Monokulturen bezieht der neue „Round Table on Organic Agriculture and Climate Change“, ein Zusammenschluss von Biolandbauverbänden, der sich bei der UNO-Klimakonferenz in Kopenhagen vorstellte. Er skizziert ein alternatives Konzept für den Beitrag der Landwirtschaft gegen den Klimawandel. Die Vereinigung möchte vor allem exakte Erfassungsmethoden entwickeln, um die klimaschonende Wirkung des Biolandbaus nachzuweisen. Damit könnte auch der Weg für eine moderne und nachhaltige Landwirtschaft vorgezeichnet werden. Denn damit lässt sich dereinst tatsächlich CO2-sparend anbauen. |