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Sep
10
2010
Today
Mainzelmännchenglauben

Anhänger einer industriellen Landwirtschaft propagieren diese als Bremserin des Klimawandels. Die Behauptung tönt zwar gut, ist aber derart kurzsichtig wie die Propagierung der Agrotreibstoffe.

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Erste Jatropha-Lieferung aus Madagaskar E-Mail

GEM Biofuels, einer der grössten Agrotreibstoffproduzenten der Welt, liefert erstmals Agrodiesel aus Madagaskar - gewonnen aus Jatropha-Pflanzen.

Nach Australien und Ostdeutschland wird Ende Januar die erste Lieferung von 60 Tonnen Biodiesel, gewonnen aus wild gewachsenen madagassischen Jatropha-Nüssen, verschifft. Lieferant ist die in Grossbritannien börsenkotierte Firma GEM Biofuels, nach eigenen Angaben die Nummer vier der Agrotreibstoffproduzenten auf dem Weltmarkt. Raffiniert werden die Purgiernüsse von einer Partnerfirma. Sie  hat den Auftrag zur Produktion von insgesamt 5000 Tonnen Biediesel. Es soll erst ein Anfang sein. GEM Biofuels hat in Madagaskar 452'500 Hektaren Land im Südwesten Madagaskar zum Anbau von Jatrophapflanzen gepachtet, verbunden mit einer Option auf eine Erweiterung der Anbaufläche auf eine Million Hektar. Bereits bepflanzt sind 55'000 Hektar, auf weiteren 150'000 Hektar laufen die Vorbereitungen. Dazu kommen Naturwaldflächen von 40'000 Hektaren mit wild wachsenden Jatropha, die zur Nutzung freigegeben sind.

 


 

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article thumbnail Urwaldzerstörung in Kolumbien. Die Gewinnung von Agrotreibstoffen ist oft mit Vertreibungen und anderen Menschenrechtsverletzungen verbunden.
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Redaktion: Pressebüro Seegrund, Martin Arnold, Urs Fitze, Thomas Veser, Manuela Ziegler, Claudia Rindt,   Design & Webmaster: www.eveline-arnold.ch, Eveline Arnold

Was wir erreichen wollen

Was kommt zuerst: der Sprit oder das Essen? Natürlich: das Essen. Doch die Apologeten eines neuen Energiezeitalters sehen das etwas anders. Sie relativieren, sie negieren, sie machen Versprechungen – und sie handeln. Weltweit boomen Agrotreibstoffe, gefördert mit Mitteln aus den öffentlichen Haushalten von Ländern und internationalen Organisationen, wie nie zuvor. Die Folgen sind vor allem für die Ärmsten schon jetzt zu spüren. Der Hunger auf der Welt nimmt in erschreckendem Tempo wieder zu. www.brotimtank.org begleitet diese Entwicklung mit Berichten, Reportagen und Hintergrundinformationen aus aller Welt. Wir fühlen uns dem klassischen Journalismus verpflichtet. Kritisch, aber fair und redaktionell unabhängig leistet www.brotimtank.orgeinen...