| Nur noch wenige Jahre bleiben |
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Die Expansion der Palmölindustrie in Malaysia und Indonesien nimmt für die Orang-Utans immer bedrohlichere Ausmasse an. Schon in zehn Jahren könnte die verbliebenen Rest-Population auf den Inseln Borneo und Sumatra nicht mehr zu retten sein. Als Lösung schlagen Umweltschützer die Errichtung von Wildnis-Korridoren vor. Rund 80 Prozent der noch verbliebenen rund 50'000 Orang Utans leben auf der Insel Borneo - ein Zentel des ursprünglicihen Bestandes. Doch die Population verzettelt sich zunehmend. Luftbildauswertungen haben gezeigt, dass es noch rund 100 ungestörte Waldgebiete mit Orang-Utans gibt. In ihnen finden sich um die 1000 Orang Utan - Gruppen. Sie sind umzingelt von Palmölplantagen. Grössere Wanderungen und damit auch genetischer Austausch sind nicht mehr möglich. Damit könnte schon in zehn bis zwanzig Jahren der Punkt erreicht sein, an dem es kein Zurück mehr gibt - die Orang Utans wären nicht mehr zu retten. Noch dramatischer ist die Lage auf der Insel Sumatra, wo ein Aussterben der verbliebenen Orang Utans schon heute nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Auf Sumatra sind binnen nur eines Jahrzehntes 1,8 Millionen Hektar Regenwald gerodet werden. Der verbliebene Rest: 400'000 Hektar. Insgesamt hat Indonesien seit Mitte der 1960er-Jahre vier Fünftel seiner Urwälder verloren. Doch damit nicht genug. Indonesiens Palmöl-Programm hat "pharaonische Ausmass" (Le Monde diplomatique) angenommen. Bis 2020 sollen auf einer Flächen von 20 Millionen Hektar Ölbäume wachsen - ein Drittel der Fläche von ganz Frankreich. Umweltschützer schlagen nun die Errichtung von Wildnis-Korridoren vor - ungestörte Verbindungen zwischen den isoliert lebenden Kleinst-Populationen zur Sicherung der genetischen Vielfalt. Die malayische Palmöl-Industrie hat die Bereitschaft zur Zusammenarbeit signalisiert, während auf indonesischer Seite nicht einmal Lippenbekenntnisse zu hören sind. Noch dramatischer ist die Lage für die verbliebenen Sumatra-Rhinozerose, von denen es gerade noch deren 250 gibt - eine der am meisten gefährdeten Arten der Welt. (Quelle: www.malaysianmirror.com, Le Monde diplomatique) |


