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Der Verkehrsklub der Schweiz (VCS) empfiehlt in seiner Auto-Umweltliste 2010 Ethanol-Autos zum Kauf, weil sie umweltfreundlich seien. Mit keinem Wort gehen die Autoren in ihrer Begründung auf die Agrotreibstoffproblematik ein.
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Zurzeit verhandelt die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Vertretern der Stromindustrie, um die Weichen für die zukünftige Energiepolitik zu stellen.
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Agrotreibstoffe werden zur grossen Zukunftshoffnung für die Airlines in aller Welt. Schon den heutigen Motoren könnten zur Hälfte aus Pflanzen gewonnene Treibstoffe beigemischt werden. Doch diese Hoffnung ist trügerisch.
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Mit Algen produzierter Treibstoff lässt sich wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge CO2-neutral gewinnen. Forscher am am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) suchen gegenwärtig nach Wegen und schliessen nicht aus, dass die Produktion in einem halben Jahrzehnt beginnen kann.
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Der Agrotreibstoff-Bericht des Umweltprogrammes der Vereinten Nationen (UNEP) zieht eine ernüchternde Bilanz: Ausser einer gigantischen Spesenrechnung ist bislang kaum etwas gewesen. Immerhin: Es gibt einige Nischen, in denen Agrotreibstoffe, vor allem in der dritten Welt, Sinn machen können.
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„Nahrung gegen Sprit“ hiess es bei den Agrotreibstoffen der ersten Generation. Auch bei der nicht auf Nahrungsmitteln basierenden zweiten Generation spielt diese fatale Konkurrenzsituation eine wichtige Rolle – indirekt. Und auch deren Energieeffizienz bleibt katastrophal.
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Wer sein Auto mit aus Stärke gewonnenem Ethanol betreibt, setzt auf Ineffizienz. Der Wirkungsgrad liegt bei gerade mal 10 Prozent. Selbst mit konventionellem Benzin betriebene Motoren bringen es auf das Doppelte.
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Die Ökobilanz vieler nachwachsender Rohstoffe ist schlechter als deren Befürworter glauben machen wollen.Eine Empa-Studie nahm Mais & Co. Genau unter die Lupe.
Die Eidgenössische Materialprüfungsanstalt (Empa), eine Institution der Eidgenössisch Technischen Hochschule ETH, Zürich, nahm die Umweltverträglichkeit nachwachsender Rohstoffe genauer unter die Lupe. Sie berücksichtige in ihrer im Sommer 2007 veröffentlichten Studie sowohl die CO2-Emissionen von Brandrodungen als auch die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, den Energieverbrauch von Erntefahrzeugen, den Transport, aber auch den Raffinierungsprozess bis hin zum Energieträger. Zu einer sorgfältigen Analyse der Nachteile von nachwachsenden Rohstoffen mahnen auch die Vereinten Nationen in ihren Richtlinien. In ihrem Bericht formuliert die UNO eine Reihe von Zielen, die beim Anbau von nachwachsenden Rohstoffen erreicht werden sollen, nämlich einen
- kohlenstoffneutralen und umweltverträglichen Anbau.
- Energie für die Armen.
- Arbeitsplätze im agro-industriellen Sektor.
- Positive Auswirkungen auf die Nahrungsmittelsicherheit und die Gesundheit der Bevölkerung.
- Eine Verbesserung der finanziellen Möglichkeiten der lokalen Behörden, aber auch des ganzen Landes.
In ihrem Bericht fürchtet die UNO um den Lebensraum der tropischen Länder und zwar bezüglich des Landverschleisses, der Gewässerübernutzung und der Luft- und Bodenqualität. Dass die Befürchtungen der UN-Experten berechtigt sind, belegt die detaillierte Studie der bereits erwähnten Empa.
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Die Abfackelung der Regenwälder Indonesiens gefährdet das Weltklima weit mehr als bislang befürchtet.
Die Folgen der Vernichtung von Regenwäldern in Indonesien sind nicht nur von lokaler oder regionaler Bedeutung. Betroffen ist die ganze Welt. Laut der niederländischen Umweltorganisation Wetland International ist Indonesien heute eine der grössten CO2-Schleudern der Welt – und damit mitverantwortlich für die Klimaerwärmung. Ohne die Brandrodungen wäre der CO2-Ausstoss des Landes mit seinen 225 Millionen Einwohnern unbedeutend.
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