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Caritas International beobachtet die weltweit stark steigenden Lebensmittelpreise mit grosserSorge. Neben Missernten aus klimatischen Gründen gibt es dafür eine weitere Ursache: Die Verwendung von Nahrungsmitteln für die Herstellung von Treibstoff. Bei der Diskussion über erneuerbare Energien und der Hoffnung, welche so genannte Biokraftstoffe wecken, ist es wichtig, dass in der Gesellschaft die grundlegende Frage beantwortet: Doch ist es zu verantworten, dass die Armen unser Benzin mit Hunger bezahlen? Diese Frage ist nicht rhetorisch zugespitzt, sondern in diversen Hilfsprojekten schon heute Realität. In Namibia kürzte das World Food Programm die Nothilfe für 90.000 Waisenkinder, weil mit dem vorhandenen Budget deutlich weniger Nahrungsmittel erhältlich sind. In Mexiko hat sich der Preis für Tortillas Anfang 2007 innerhalb weniger Monate um 30 Prozent erhöht. Ein wichtiger Grund: Die USA produzieren 40 Prozent des Maises weltweit. Doch alleine dieses Jahr werden mindestens 41 Millionen Tonnen aus der Nahrungsmittel- und Tierfutterproduktion herausgenommen und zu Biosprit verarbeitet.
Auch Europa steht nicht viel besser da: Laut Prognosen werden bereits 2009 in der EU 15 Millionen Tonnen Nahrungsmittel dem Markt entzogen werden. Das führt zur Goldgräberstimmung am Chicago Board of Trade, der weltgrössten Warenterminbörse, wo Unternehmer wie Bill Gates und Investoren wie George Soros mit ihren Beteiligungen am Agrogeschäft deutlich machen, dass es auch hier Gewinner gibt.
Explodierende Nahrungsmittelpreise, Umweltzerstörung, Artensterben, Vertreibungen und vor allem Hunger: das ist ein zu hoher Preis für Agrotreibstoffe.
Mit dem Buch „Volle Tanks – leere Teller“, bei dem das Pressebüro Seegrund in St. Gallen (CH) die Redaktion verantwortete, möchte Caritas International (Hrsg.: Wolgang Hees, Oliver Müller und Matthias Schüth) die Bürger auf die Problematik der nachwachsenden Rohstoffe aufmerksam machen
Mehr Informationen bietet das Buch von Caritas International „Volle Tanks – leere Teller“, erschienen im Lambertus Verlag Freiburg, für € 25.—/ sFr. 43.90 erhältlich sind.
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