• Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
  • Slideshow
Sep
05
2010
Today
Mainzelmännchenglauben

Anhänger einer industriellen Landwirtschaft propagieren diese als Bremserin des Klimawandels. Die Behauptung tönt zwar gut, ist aber derart kurzsichtig wie die Propagierung der Agrotreibstoffe.

Danke für Ihre
Unterstützung!
Agrotreibstoffe zweiter Generation im Zwielicht E-Mail

Die zweite Generation der Agrotreibstoffe gerät zunehmend ins Zwielicht – und selbst die Verbrennung von Holzschnitzeln zur Strom- und Wärmeproduktion könnte weit weniger nachhaltig sein als von deren Propagandisten ins Feld geführt. Die Klimabilanz ist verheerend, und indirekt wird auch die Nahrungsmittelproduktion gefährdet.

Seien es Holzschnitzel, Elefantengräser oder Chinaschilf: Die Rohstoffe der zweiten Generation der Agrotreibstoffe sind für den menschlichen und tierischen Verzehr ungeeignet – und deshalb auch keine Gefahr mehr für die Ernährung der Welt. Doch das ist ein fataler Trugschluss, meint eine Gruppe von Wissenschaftlern in einer Studie im Wissenschaftsmagazin Science. Denn der immense Landbedarf werde den Konkurrenzkampf um Flächen, die auch für den Anbau von Nahrungsmitteln in Frage kommen, weiter verschärfen – und auch die Abholzung eines der letzten grossen, natürlichen CO2-Speicher der Welt, der Regenwälder. Mit deren Umwandlung in Monokulturen werden immense C02-Mengen freigesetzt – und damit auch die vermeintlich positive CO2-Bilanz von Holzschnitzeln und Co. ins Gegenteil verkehrt. Laut der Energie-Allianz Massachusetts, einer unabhängigen Umweltgruppe, liege der CO2-Ausstoss von Holzschnitzeln für die Stromproduktion eineinhalbmal so hoch wie bei Kohle und gar fünfmal so hoch wie bei Erdgas. Das ist eine wahrlich verheerende Bilanz. Denn längst werden, vor allem in den Vereinigten Staaten und Grossbritannien, keine Holzabfälle mehr verfeuert, sondern schnell wachsendes Holz, das direkt aus Plantagen stammt – zunehmend auch aus den Tropen. Für das grösste Holzschnitzel-Kraftwerk, das derzeit in Wales gebaut wird, braucht es jährlich 20 bis 30 Millionen Tonnen Holz, das auf einer Fläche von einer halben Millionen Hektar produktiven Landes angebaut werden muss – nicht etwa in Wales, sondern in Südamerika, von wo es nach Europa verschifft wird.

 

Bild des Monats

article thumbnail Urwaldzerstörung in Kolumbien. Die Gewinnung von Agrotreibstoffen ist oft mit Vertreibungen und anderen Menschenrechtsverletzungen verbunden.
weitere Bilder:

Zu Facebook

Facebook

Donatoren

article thumbnail

Who's Online

Wir haben 9 Gäste online
 

Impressum

Impressum

Redaktion: Pressebüro Seegrund, Martin Arnold, Urs Fitze, Thomas Veser, Manuela Ziegler, Claudia Rindt,   Design & Webmaster: www.eveline-arnold.ch, Eveline Arnold

Was wir erreichen wollen

Was kommt zuerst: der Sprit oder das Essen? Natürlich: das Essen. Doch die Apologeten eines neuen Energiezeitalters sehen das etwas anders. Sie relativieren, sie negieren, sie machen Versprechungen – und sie handeln. Weltweit boomen Agrotreibstoffe, gefördert mit Mitteln aus den öffentlichen Haushalten von Ländern und internationalen Organisationen, wie nie zuvor. Die Folgen sind vor allem für die Ärmsten schon jetzt zu spüren. Der Hunger auf der Welt nimmt in erschreckendem Tempo wieder zu. www.brotimtank.org begleitet diese Entwicklung mit Berichten, Reportagen und Hintergrundinformationen aus aller Welt. Wir fühlen uns dem klassischen Journalismus verpflichtet. Kritisch, aber fair und redaktionell unabhängig leistet www.brotimtank.orgeinen...