MainzelmännchenglaubenAnhänger einer industriellen Landwirtschaft propagieren diese als Bremserin des Klimawandels. Die Behauptung tönt zwar gut, ist aber derart kurzsichtig wie die Propagierung der Agrotreibstoffe.
Der Biologe und Buchautor Christian Lauk beobachtet die Entwicklung der Landnutzung weltweit und berichtet monatlich darüber - auch auf www.brotimtank. Lauk wird zudem die Entwicklung in Österreich im Auge behalten.
Immer mehr Anlegern genügt es nicht mehr, zu wissen, dass ihr Geld arbeitet. Sie wollen auch wissen, was es arbeitet. Geld soll nicht unsauber Geld verdienen. Ethische Kriterien liegen im Trend. Doch viele Fonds sind nicht wirklich sauber.
Ende 2009 haben die Weltbank und ihre Tochter International Finance Corporation nach anhaltender Kritik die Vergabe von Palmöl-Krediten gestoppt, nachdem die eigenen Richtlinien in einem Fall verletzt worden waren. Jetzt soll die Strategie neu formuliert werden. Im Juli wird diese vorliegen. Was ist zu erwarten?
Die Veranstalter der Fachtagung „Energie ohne Übersee-Biomasse" in Freiburg hatten sich ein Ziel gesetzt: das Lancieren einer themengebunden Kampagne, getragen von eine breiten Koalition aus Nicht-Regierungs-Organisationen. Das Vorhaben gelang.
Eine Schweizer Parlamentarierdelegation informierte sich in Kolumbien aus erster Hand über die tristen Zustände im Palmölsektor. An der Jahres-Medienkonferenz von Swissaid zeichnete deren Präsident Rudolf Rechsteiner ein düsteres Bild der Entwicklung in dem südamerikanischen Land.
Am Weltklimagipfel in Kopenhagen präsentierte die kanadische Nichtregierungsorganisation ETC-Group die Studie „Questions for he Food and the Climat Crises“ Darin warnen die Autoren vor den Gefahren eines ausgelaugten Erdreiches und sprechen von einem peak soil der bevorstehe
Agrodiesel aus Pflanzen, die auf „degradierten“ Flächen in der dritten Welt angebaut werden, darf künftig von kräftigen Klimasubventionen aus dem Westen profitieren. Damit gelten Lebensmittel wie Palmöl als "klimafreundlich", wenn sie verheizt werden, um Fahrzeuge anzutreiben. Noch schlimmer: Die Flächenkonkurrenz zwischen Agrotreibstoffen und Nahrungsmitteln könnte mit dem erwarteten Geldsegen aus den reichen Ländern noch verstärkt werden.
Am 12. und 13. Oktober diskutierten hochrangige Experten am FAO-Hauptsitz in Rom über die Welternährung im Jahre 2050. Wer für seine Prognose den aktuellen Welternährungsbericht zur Hand nahm, blickte skeptisch in die Zukunft.
Die Flugzeughersteller und verschiedene Airlines setzen grosse Hoffnungen in Agrotreibstoffe. So startete der amerikanische Flugzeugbauer Boeing in Zusammenarbeit mit Rolls Royce und Air New Zealand mit einer Boeing 747-400 bereits vergangenen November mit verschiedenen Tests.
In letzter Zeit entwickelt sich eine neue Art globales Geschäft, an dem sich sowohl Provinzregierungen, die reichen Golfstaaten und China, als auch Investmentfonds und die Deutsche Bank beteiligen.
Einen sofortigen Stop der Abholzung der Regenwälder weltweit verlangt eine breite Koalition aus Nicht-Regierungs-Organisation, Jugendorganisationen und Aktivistengruppen weltweit von den Teilnehmern der Klimakonferenzen.
In Manado auf der Insel Sulawesi findet zurzeit die erste Welt-Ozean-Konferenz statt. 5000 Regierungsvertreter, Wissenschaftler und Umweltschützer aus 87 Staaten diskutieren über eine gemeinsame Position an der Weltklimakonferenz in Kopenhagen. Dabei haben Sie Anschauungsunterricht vor ihrem Hotelzimmer. Die Insel liegt inmitten dem so genannten „Regenwald der Meere“ der auch von agrochemischen Stoffen der Palmölplantagen bedroht wird.
Der deutsche Bundestag hat am 23. April über die Gesetzesänderung zur Förderung von Biokraftstoffen“ entschieden. Im Wesentlichen ging es um die Beimischquote. Dabei wurde deutlich, dass die Euphorie für die Nutzung von Pflanzen zur Produktion von Treibstoff quer durch alle Parteien gewichen ist.
Was kommt zuerst: der Sprit oder das Essen? Natürlich: das Essen. Doch die Apologeten eines neuen Energiezeitalters sehen das etwas anders. Sie relativieren, sie negieren, sie machen Versprechungen – und sie handeln. Weltweit boomen Agrotreibstoffe, gefördert mit Mitteln aus den öffentlichen Haushalten von Ländern und internationalen Organisationen, wie nie zuvor. Die Folgen sind vor allem für die Ärmsten schon jetzt zu spüren. Der Hunger auf der Welt nimmt in erschreckendem Tempo wieder zu.
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