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Geschrieben von: Eveline Ukaegbu
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Anhänger einer industriellen Landwirtschaft propagieren diese als Bremserin des Klimawandels. Die Behauptung tönt zwar gut, ist aber derart kurzsichtig wie die Propagierung der Agrotreibstoffe.
Die Neue Zürcher Zeitung am Sonntag machte sich einen kleinen Spass daraus, die Käufer von Bioprodukten ein wenig zu verhöhnen. Sie würden diese Produkte kaufen, weil sie umweltverträglicher seien. Forscher der Universität Stanford in Kalifornien berechneten, dass aber mit den Anbaumethoden der sechziger Jahre zusätzlich die Fläche Russlands bebaut werden müsste, um den weltweiten Nahrungsmittelbedarf zu decken. Biologischer anbau trage also zum Landverschleiss bei. Dabei setzt die NZZ etwas naiv den biologischen Anbau mit veralteten Anbaumethoden gleich, so als wäre eine intensive, aber biologische Landwirtschaft nicht auch möglich. Zudem wird in solchen und ähnlichen Gedankenspielen der immer gleiche Fehler gemacht: Der intensive, konventionelle Anbau stösst an seine Grenzen. So haben die Pflanzendesigner am Reisforschungsinstitut IRRI bei Manila (Philippinen) schon vor 15 Jahren gesagt, dass für sie das Ende der Fahnenstange erreicht sei. Sie können nicht mehr Reiskörner auf eine Äre packen und sie können die einzelnen Reisären nicht mehr dichter aneinander pflanzen. Bereits jetzt setzt dies den intensiven Einsatz von Düngemittel voraus, die als Erdölprodukte selber zum Klimawandel beitragen und das Gleichgewicht des Biotops unterhalb der Pflanzen beschädigen. Die Böden in den intensiven Anbaugebieten zeigen Erschöpfungssymptome. Die Erträge gehen zurück. Das belegen mehrere Studien, auch der FAO. Doch dies wollen die Träumer, einer mechanistischen Betrachtungsweise nicht wahrhaben, für die ein Boden nichts weiter ein Supermarkt ist, aus dem man sich hemmungslos bedienen kann, während die Mainzelmännchen ständig die Regale nachfüllen.
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