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Sep
05
2010
Today
Mainzelmännchenglauben

Anhänger einer industriellen Landwirtschaft propagieren diese als Bremserin des Klimawandels. Die Behauptung tönt zwar gut, ist aber derart kurzsichtig wie die Propagierung der Agrotreibstoffe.

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Hunger
Ein Viertel der US-Getreideproduktion füttert Autotanks statt Menschen E-Mail

Ein Viertel aller Mais- sowie anderer Getreideernten in den USA endet als Agrotreibstoff in Autos, statt dass sie Menschen ernähren würden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie in den USA. Danach wirkt sich die Biokraftstoffrevolution, vom früheren Präsidenten George Bush 2007 initiiert, auf die weltweite Beschaffung von Nahrungsmitteln aus.

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Das weisse Gold hat seinen Glanz verloren E-Mail
Weil der Anbau von Baumwolle zunehmend zum Verlustgeschäft wird, setzen Bauern im Norden des westafrikanischen Staates Bénin wieder auf traditionelle Nahrungsmittelpflanzen.

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Eine Milliarde Menschen hungern E-Mail

Eine Milliarde Menschen werden Ende dieses Jahres hungern, sagt die FAO - ein Anstieg um elf Prozent. Die wieder gestiegenen Nahrungsmittelpreise und die Weltwirtschaftskrise sind verantwortlich für diese dramatische Entwicklung.

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Grüne Revolution für Afrika E-Mail

Zahlreiche Staats- und Regierungschefs versuchten an der FAO-Hungerkonferenz im Juni Auswege aus der Ernährungskrise zu finden. Sie fordern nun grossflächige Anbauprogramme. Des weckt bei Kleinbauern ungute Erinnerungen an die grüne Revolution.

Fotolia_529541_XS.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wer soll das bezahlen? E-Mail

Hier geht´s ums Geld, aber nicht um das grosse, sondern das kleine, das Geld, mit dem wir alle unseren täglichen Bedarf decken müssen. Unsere Korrespondenten berichten regelmässig, was sie auf ihrem Lebensmittel-Markt für ihr täglich Brot bezahlen müssen.


Indonesien (Adriana Sri Adhiati)


Reispreis pro Kilo auf lokalem Markt in Djakarta. 14000 Rupien entsprechen einem Euro.

7. Mai: 25. Mai 27. Juni
Andan Wangi (beste Qualität) 6500 7500 7400
IR 64 (mittlere Qualität) 5000 5600 5000
IR 65 (schlechte Qualität) 4000 5000 4700

Palmölpreis pro Liter auf lokalem Markt in Djakarta.
Palmöl wird Indonesien (in grossen Mengen) zum Kochen verwendet. 14000 Rupien entsprechen einem Euro.
25. Mai , 13. Juni , 27. Juni
11´500 Nicht erhältlich 11´750 ( nur sehr geringe Mengen verfügbar)

 

 
Teure Nahrung – Billiges Benzin E-Mail

Die Produktion von Agrotreibstoffen beeinflusst das weltweite Preisegefüge von Nahrungsmitteln weit mehr als dies bisher angenommen wurde. Dies berichtete jüngst die renommierte britische Tageszeitung „The Guardian“ mit Berufung auf eine Studie der Weltbank.

Der Auftritt mutet in Nachhinein befremdlich an. Noch ein Monat zuvor, an der FAO-Hungerkonferenz in Rom, waren sich die Vertreter der USA, der Weltbank und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon einig: Agrotreibstoffe könnten die Nahrungsmittelpreise beeinflussen, bewiesen sei jedoch nichts, man müsse weiter prüfen. Untersucht und geurteilt war zu diesem Zeitpunkt schon. Und dieses Urteil kann sowohl den Produzentenländern, aber auch den Konsumenten von Agrotreibstoffen nicht gefallen.

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Agrotreibstoffe für indigene katastrophal E-Mail

Victoria Tauli-Corpuz: „Agrotreibstoffe sind für die indigenen Menschen katastrophal und beinahe schon eine genauso grosse Bedrohung wie der Klimawandel selbst. Das Geschäft mit Agrotreibstoffen ist nur im ganz grossen Stil möglich.

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Bild des Monats

article thumbnail Urwaldzerstörung in Kolumbien. Die Gewinnung von Agrotreibstoffen ist oft mit Vertreibungen und anderen Menschenrechtsverletzungen verbunden.
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Redaktion: Pressebüro Seegrund, Martin Arnold, Urs Fitze, Thomas Veser, Manuela Ziegler, Claudia Rindt,   Design & Webmaster: www.eveline-arnold.ch, Eveline Arnold

Was wir erreichen wollen

Was kommt zuerst: der Sprit oder das Essen? Natürlich: das Essen. Doch die Apologeten eines neuen Energiezeitalters sehen das etwas anders. Sie relativieren, sie negieren, sie machen Versprechungen – und sie handeln. Weltweit boomen Agrotreibstoffe, gefördert mit Mitteln aus den öffentlichen Haushalten von Ländern und internationalen Organisationen, wie nie zuvor. Die Folgen sind vor allem für die Ärmsten schon jetzt zu spüren. Der Hunger auf der Welt nimmt in erschreckendem Tempo wieder zu. www.brotimtank.org begleitet diese Entwicklung mit Berichten, Reportagen und Hintergrundinformationen aus aller Welt. Wir fühlen uns dem klassischen Journalismus verpflichtet. Kritisch, aber fair und redaktionell unabhängig leistet www.brotimtank.orgeinen...