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Ein Viertel aller Mais- sowie anderer Getreideernten in den USA endet als Agrotreibstoff in Autos, statt dass sie Menschen ernähren würden. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie in den USA. Danach wirkt sich die Biokraftstoffrevolution, vom früheren Präsidenten George Bush 2007 initiiert, auf die weltweite Beschaffung von Nahrungsmitteln aus.
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Weil der Anbau von Baumwolle zunehmend zum Verlustgeschäft wird, setzen Bauern im Norden des westafrikanischen Staates Bénin wieder auf traditionelle Nahrungsmittelpflanzen.

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Eine Milliarde Menschen werden Ende dieses Jahres hungern, sagt die FAO - ein Anstieg um elf Prozent. Die wieder gestiegenen Nahrungsmittelpreise und die Weltwirtschaftskrise sind verantwortlich für diese dramatische Entwicklung.
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Zahlreiche Staats- und Regierungschefs versuchten an der FAO-Hungerkonferenz im Juni Auswege aus der Ernährungskrise zu finden. Sie fordern nun grossflächige Anbauprogramme. Des weckt bei Kleinbauern ungute Erinnerungen an die grüne Revolution.

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Hier geht´s ums Geld, aber nicht um das grosse, sondern das kleine, das Geld, mit dem wir alle unseren täglichen Bedarf decken müssen. Unsere Korrespondenten berichten regelmässig, was sie auf ihrem Lebensmittel-Markt für ihr täglich Brot bezahlen müssen.
Indonesien (Adriana Sri Adhiati)
Reispreis pro Kilo auf lokalem Markt in Djakarta. 14000 Rupien entsprechen einem Euro.
7. Mai: 25. Mai 27. Juni Andan Wangi (beste Qualität) 6500 7500 7400 IR 64 (mittlere Qualität) 5000 5600 5000 IR 65 (schlechte Qualität) 4000 5000 4700
Palmölpreis pro Liter auf lokalem Markt in Djakarta. Palmöl wird Indonesien (in grossen Mengen) zum Kochen verwendet. 14000 Rupien entsprechen einem Euro. 25. Mai , 13. Juni , 27. Juni 11´500 Nicht erhältlich 11´750 ( nur sehr geringe Mengen verfügbar)
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Die Produktion von Agrotreibstoffen beeinflusst das weltweite Preisegefüge von Nahrungsmitteln weit mehr als dies bisher angenommen wurde. Dies berichtete jüngst die renommierte britische Tageszeitung „The Guardian“ mit Berufung auf eine Studie der Weltbank.
Der Auftritt mutet in Nachhinein befremdlich an. Noch ein Monat zuvor, an der FAO-Hungerkonferenz in Rom, waren sich die Vertreter der USA, der Weltbank und UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon einig: Agrotreibstoffe könnten die Nahrungsmittelpreise beeinflussen, bewiesen sei jedoch nichts, man müsse weiter prüfen. Untersucht und geurteilt war zu diesem Zeitpunkt schon. Und dieses Urteil kann sowohl den Produzentenländern, aber auch den Konsumenten von Agrotreibstoffen nicht gefallen.
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Victoria Tauli-Corpuz: „Agrotreibstoffe sind für die indigenen Menschen katastrophal und beinahe schon eine genauso grosse Bedrohung wie der Klimawandel selbst. Das Geschäft mit Agrotreibstoffen ist nur im ganz grossen Stil möglich.
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