ScheinlösungenUm Scheinlösungen waren die Delegationen an den Verhandlungstischen der internationalen Klimakonferenzen in Durban nie verlegen. Jetzt, kurz vor Ablauf des 1997 vereinbarten Kyoto-Protokolls,
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg prangert in einer Pressemitteilung das deutsche Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) an, sie betreibe eine Politik der Fehlinformation beim Thema Bioenergie.
Vom „grossen Wandel“ und von „neuen Modellen des Kapitalismus“ war am Weltwirtschaftsform die Rede. Doch die dort versammelten „Global Leader“ interessierten sich kaum dafür. Eine verpasste Chance.
Der Wirtschaftsethiker Peter Ulrich verlangt eine epochale Weiterentwicklung der Marktwirtschaft, die sich künftig viel stärker in den Dienst der Gesellschaft zu stellen habe. Das sei eine Frage der Gesellschaftsordnung, nicht der unverbindlichen Berücksichtigung von Stakeholder-Interessen.
Geschrieben von: Peter Caton (Bild), Cris Aoki (Text), Eric Hilaire/Guardian (Gestaltung und Technik)
Freitag, den 13. Januar 2012 um 14:34 Uhr
Der britische Fotograf Peter Caton hat während mehrerer Monate die brasilianische Cerrado bereist, die grösste Savanne der Welt. Seine Bilder zeigen eine Landschaft, die in erschreckendem Ausmass von einer export-orientierten Landwirtschaft dominiert wird. Schon bald wird die noch vor zwei Generationen fast unberührte, extrem artenreiche Cerrado Geschichte sein.
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Nicht-Regierungs-Organisationen geniessen hohe Glaubwürdigkeit – ganz im Gegensatz zur Wirtschaft. Das macht sie zu zunehmend gefragten Partnern für Unternehmen, die unter ethischem Rechtfertigungsdruck stehen. Doch was wirkt besser: Zuckerbrot oder Peitsche?
Horrende Preiserhöhungen bei Nahrungsmitteln, Engpässe und Unruhen gehörten im letzten Jahr zum Alltag in Afrika. Schuld daran waren auch die Agrotreibstoffe. Nun drohen der Branche selber magere Jahre.
Der Anbau von Agrotreibstoffen ist ein Raubbau an Menschen und Natur. Eine Form der Ausbeutung wie etwa der Goldabbau in Guatemala. Ein Beispiel einer permanenten Bedrohung für die Bevölkerung.
Raquel Léon, HEKS-Mitarbeiterin, vor der Mine Marlin.
Lokale Spar- und Kreditvergabe-Genossenschaften können Afrikas Bauern den Weg in die Zukunft ebnen – vorausgesetzt, die ordnungspolitischen Bedingungen stimmen. Ein Beispiel aus dem ostafrikanischen Uganda. Es zeigt, das auch eine andere Entwicklung möglich ist, als riesige Investitionen in Agrotreibstoffprojekte.
Gespräch über den Einsatz der über Microfinance ermnöglichten Geldmittel.
Micorfinance kann eine Lösung sein im Einsatz gegen den Agrotreibstoffanbau. Wenn die Bauern Kredite erhalten, können sie so selber die Entscheidungen über ihr Land treffen und müssen es nicht...
Was kommt zuerst: der Sprit oder das Essen? Natürlich: das Essen. Doch die Apologeten eines neuen Energiezeitalters sehen das etwas anders. Sie relativieren, sie negieren, sie machen Versprechungen – und sie handeln. Weltweit boomen Agrotreibstoffe, gefördert mit Mitteln aus öffentlichen Haushalten von Ländern und internationalen Organisationen, wie nie zuvor. Die Folgen sind vor allem für die Ärmsten schon jetzt zu spüren. Der Hunger auf der Welt nimmt in erschreckendem Tempo wieder zu. www.brotimtank.org begleitet diese Entwicklung mit Berichten, Reportagen und Hintergrundinformationen aus aller Welt. Wir fühlen uns dem klassischen Journalismus verpflichtet. Kritisch, aber fair und redaktionell unabhängig leistet www.brotimtank.org einen Beitrag zur öffentlichen Meinungsbildung im deutschsprachigen Raum zu einem der wichtigsten energie- und entwicklungspolitischen Themen unserer Zeit.