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Sep
05
2010
Today
Mainzelmännchenglauben

Anhänger einer industriellen Landwirtschaft propagieren diese als Bremserin des Klimawandels. Die Behauptung tönt zwar gut, ist aber derart kurzsichtig wie die Propagierung der Agrotreibstoffe.

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Agrotreibstoff trotz Erdölreichtum E-Mail

Angola setzt die Biodieselherstellung auf gesetzliche Grundlagen.



Das angolanische Parlament hat jetzt die gesetzlichen Grundlagen für die Herstellung von Pflanzentreibstoffen durch einheimische und ausländische Investoren geschaffen. Auf diese Weise will das erdölreiche Land im Südwesten Afrikas Lücken in der Versorgung Angolas mit fossilen Treibstoffen schliessen. "Die Biodieselherstellung wird Arbeitsstellen schaffen und gibt uns erneuerbare Energieträger für die Zukunft", bekräftigte vor kurzem der zuständige Minister José Botelho de Vasconcelos vor dem Parlament. Zudem diene dieser Wirtschaftszweig der Entwicklung mehrerer Regionen des Landes. Noch im Mai hatte die Welternährungsorganisation FAO P offen kritisiert, dass zunehmend landwirtschaftliche Nutzfläche in Afrika für den Anbau von Biotreibstoffpflanzen genutzt werde. Sie befürchtet, dass die einheimische Bevölkerung den Zugang zu Trinkwasser verliere und unter Nahrungsmittelmangel leide.


Gemäss dem neuen Gesetz müssen die ausländischen Investoren auf diesem Gebiet Sorge tragen, dass die Bewohner der betroffenen Regionen weiterhin Zugang zu Wasser, zu Grundnahrungsmitteln und Gesundheitsdiensten haben. Weiterhin wurden sie dazu verpflichtet, einen Teil der Biotreibstoffproduktion an die nationale Gesellschaft Sonangol zu verkaufen, damit auf diese Weise die Energiebedürfnisse des Landes gedeckt werden könne. Angola rivalisiert mit dem westafrikanischen Nigeria um den ersten Platz in der Gruppe der erdölproduzierenden Länder Schwarzafrikas. Die gegenwärtige Fördermenge reicht jedoch nicht aus, um die einheimische Nachfrage zu decken. Acht Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges, der 27 Jahre lang gedauert hatte, will Angola vor allem die darniederliegende Landwirtschaft wieder auf die Beine bringen.


Quelle: Afrique Expansion http://aem-magazine.afriqueexpansion.com/

 

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article thumbnail Urwaldzerstörung in Kolumbien. Die Gewinnung von Agrotreibstoffen ist oft mit Vertreibungen und anderen Menschenrechtsverletzungen verbunden.
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Redaktion: Pressebüro Seegrund, Martin Arnold, Urs Fitze, Thomas Veser, Manuela Ziegler, Claudia Rindt,   Design & Webmaster: www.eveline-arnold.ch, Eveline Arnold

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Was kommt zuerst: der Sprit oder das Essen? Natürlich: das Essen. Doch die Apologeten eines neuen Energiezeitalters sehen das etwas anders. Sie relativieren, sie negieren, sie machen Versprechungen – und sie handeln. Weltweit boomen Agrotreibstoffe, gefördert mit Mitteln aus den öffentlichen Haushalten von Ländern und internationalen Organisationen, wie nie zuvor. Die Folgen sind vor allem für die Ärmsten schon jetzt zu spüren. Der Hunger auf der Welt nimmt in erschreckendem Tempo wieder zu. www.brotimtank.org begleitet diese Entwicklung mit Berichten, Reportagen und Hintergrundinformationen aus aller Welt. Wir fühlen uns dem klassischen Journalismus verpflichtet. Kritisch, aber fair und redaktionell unabhängig leistet www.brotimtank.orgeinen...